| Der Panther | ||||||
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Cologne, 2004-10-27
Der Panther - Rainer Maria Rilke
Sein Blick ist vom vorrübergehen der Stäbe so müde geworden daß er nichts mehr hält. Ihm ist's als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt. Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte der sich im allerkleinsten Kreise dreht ist wie der Tanz von Kraft um eine Mitte in der betäubt ein großer Wille steht. Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein, geht durch der Glieder angespannte Stille - und hört im Herzen auf zu sein.
Der Panther - Antistrophen.
Sein Blick ist vom vorrübergehen der Stäbe so fein geworden daß ihn nichts mehr hält. Ihm ist's als ob es tausend Wege gäbe und hinter tausend Stäben jede Welt. Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte der sich im allerkleinsten Kreise dreht ist suchender Tanz von Kraft um neue Mitte in der geballt ein großer Wille bebt. Und einmal schiebt der Vorhang der Pupille sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein, geht durch der Glieder angespannte Stille - und befreit im Herzen alles Sein. | ||||||
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